Ocean Cleanup: die Säuberung der Meere beginnt

Ocean Cleanup: die Säuberung der Meere beginnt

Das Projekt „Ocean Cleanup“ hat gestern am 10.09.2018 begonnen und damit die größte Säuberungsaktion in Bezug auf Plastikmüll in der Geschichte der Menschheit. Der 24-jährige Niederländer Boyan Slat wurde lange belächelt, doch nun setzt er sein Projekt in die Tat um und es gebührt ihm ein sehr großer Respekt.

Was ist das Ziel der Aktion?

Innerhalb von 5 Jahren soll die Hälfte des Plastikmülls im pazifischen Ozean gesammelt werden. Experten sprechen von über 1,6 Billionen Plastikteilen, die sich im pazifischen Ozean angesammelt haben – eine sehr große Herausforderung also. Der Niederländer konnte mehrere Universitäten und Unternehmen für sein Projekt überzeugen und damit die nötigen Millionenbeträge auftreiben. Dieser Start ist der erste Test. Sollte dieser erfolgreich verlaufen, sollen weitere 60 Meeresstaubsauger zum Einsatz kommen.

Ocean Cleanup Vorgehen für den test von System 001 (c) Ocean Cleanup

Wie funktioniert der Meeresstaubsauger?

Im Prinzip ist der Meeresstaubsauger ein riesiger Schwimmkörper, also ein ca. 600m langes schwimmendes Rohr, an dem eine Art Vorhang 3m tief ins Wasser hängt. Dieser Vorhang soll dann im Wasser treibenden Plastikmüll auffangen. Mit Hilfe eines Schlepperschiffes wurde die Konstruktion ins offene Meer bei San Francisco gezogen. Danach geht es weiter zum Nordpazifikwirbel, dieses Gebiet gehört zu den allergrößten Ansammlungen von Plastikmüll der Welt.

Röhrensystem (c) Ocean Cleanup
Röhrensystem (c) Ocean Cleanup

Der genaue Standort des Mülleinsammlers kann unter folgendem Link verfolgt werden: https://www.theoceancleanup.com/system001/

Etwa am 15.9.2018 wird das System 001 das Gebiet erreichen, in dem es zum ersten mal auf offenem Meer getestet wird. An dieser Stelle, ca. 1850 km vom Ufer entfernt, werden die Röhren zum ersten mal in einer Art U-Form angeordnet. Das Ganze funktioniert dann wie eine Art Sieb. Das System 001 wird von einer ca. 600m tiefen Ankerkonstruktion an Ort und Stelle gehalten, damit es nicht wahllos im Meer umhertreibt.


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